Die Service-Story | Der erfahrene Blick
(Berlin, Oktober 2009) Immer wieder verlassen wir unser Lichtenberger IT Systemhaus und sind vor Ort bei den Kunden, um Hardware zu installieren oder hartnäckige Probleme von Angesicht zu Monitor zu lösen. Für diesen Stimmungsbericht haben wir unseren Mitarbeiter Martin Treide-Heuser zu einem Termin ins Generator Hostel begleitet.
Das Generator Hostel an der Ecke Storkower Straße / Landsberger Allee in Berlin ist mit über 900 Betten das größte Hostel Deutschland. Von außen wirkt es mächtig, jedoch nicht prunkvoll, eher wie ein Verwaltungsgebäude in Blau und Weiss. Doch das soll gar nicht abschreckend sein, sondern ist die stringente Weiterführung eines Lebensgefühls für das das Nachwende-Berlin weltberühmt wurde: Techno, rückeroberte Industriebrachen, kreative Kühle. Hier im Generator lebt diese Ästhetik weiter.

- "Metall reflektiert..."
Installation eines WLAN Spot
Der Boden besteht aus Stahlplatten, an den Decken sind Gitter angebracht, es gibt Lochblechsäulen und Blenden für große Lüftungsrohre als wiederkehrende Deko-Elemente. Martin Treide-Heuser von DaPhi läßt seinen erfahrenen Blick durch den Raum schweifen. Er soll einen neuen WLAN Spot installieren und die Reichweite eines bereits aktiven Spots optimieren. Das ästhetische Konzept dieses Hostels ist seine technische Herausforderung. „Metall reflektiert“, erklärt er, „ das kann bedeuten, dass sich reflektierte Übertragungswellen gegenseitig aufheben und es gar keinen WLAN Empfang gibt.“ Hier gilt es genau abzuwägen, von wo aus man die Internetsignale sendet, da der Zier-Stahl auch die Angewohnheit hat, geerdet zu sein und so die Strahlung mit sich in die Grundfesten des Gebäudes ziehen kann.
Snackautomaten, MTV und Internet
Auf seinem Weg durch die Lounge werden alle DaPhi Geräte kurz von ihm inspiziert: „Manche User machen sich einen Streich und ziehen das Bildschirmkabel soweit heraus, dass es noch nicht herunterfällt, aber keinen Kontakt mehr hat.“ Heute sind alle Kabel fest. Am frühen Morgen wird hier von den Gästen im Internet das heutige Sightseeing geplant und mit müden Augen über einem Café gesessen. Das Publikum eines Hostels ist jung, international und natürlich dem Berliner Nachtleben zugetan. Ein Gast ist mit seinem geöffneten Laptop auf den Knien auf einer Eckbank eingeschlafen. Andere kommen einfach nur zu sich oder tauschen entspannt ihre Berlin-Erlebnisse auf Englisch oder Spanisch aus. Man kann den Tag hier ruhig angehen. Es gibt Getränke- und Snackautomaten, MTV und Internet.

Der neue WLAN Spot soll in der Bar angebracht werden. Zusammen mit dem Maintenance Manager Normann wird der Standort besprochen. „Ich bin für´s Verstecken zuständig, Du für den Funk“, witzelt er, da unser Mitarbeiter Bedenken bei einer Platzierung hinter der Lochblechsäule hat. Zusammen finden sie eine gute Stelle oberhalb der Säule, an der der Spot nicht auffällt. Der Rest ist Routine. Treide-Heuser bringt den Stecker am Kabel an, richtet das kleine Gerät ein und schaltet es anschließend im hausinternen Netzwerk frei. Ein sogenannter Ping-Test und ein Rundgang mit dem Laptop bestätigen den Internetempfang bis in die hintersten Ecken. Jetzt muss man auch in der Bar nicht ohne seine aktuellsten Emails sein.
Im Organismus des Computers
Bevor es zurück ins Büro geht, sieht Herr Treide-Heuser in den Büros nach dem Rechten. DaPhi betreut im Generator auch das Backoffice, also alle Anforderungen, die auch jedes andere Büro hat. Eine Mitarbeiterin hat keinen WLAN Empfang auf ihrem Büro-Laptop. Kein großes Malheur, da sie normalerweise kabelgebunden ans Netz gebunden ist, doch das funktioniert heute auch nicht. Treide-Heuser logged sich ins BIOS, in den Organismus des Computers, ein, findet jedoch nichts. Er vermutet einen Fehler an der Hardware und nimmt das Gerät in die büroeigene Werkstatt mit. Die Mitarbeiterin kann an einem anderen PC weitermachen. Dazu wurden vom Büro aus, ihre persönlichen Einstellungen einfach auf einen anderen Arbeitsplatz übertragen.
Im Büro entstaubt er den Laptop mit einer Dose „Berliner Druckluft“ und prüft alle Platinen durch. Er findet nichts. Beim anschließenden Funktionstest funktioniert alles wieder wie gewünscht. „Manchmal ist es nicht logisch“, schüttelt Treide-Heuser den Kopf, „man schraubt etwas auf und zu, und dann geht es.“ Oft sind es jedoch Einstellungen auf Softwareebene, die sich überlagern oder sich verändert haben. „Da muss man sich dann schon ein wenig auskennen…“ Sagt es und lässt seinen Mouse-Cursor über den Bildschirm eines Kunden in London huschen.


